Ein Text, in dem es eigentlich um Väter gehen sollte

Das Wort „Vater“ erzeugt zumindest bei mir erstmal ein Recht patriarchalisches Bild von einem Mann: Anzug, Aktenkoffer, früh zur Arbeit, spät zurück, am Wochenende mal mit den Kindern spielen. Dieses Modell existiert immer noch – ist aber, zumindest in meiner „Bubble“, definitiv auf dem Rückmarsch. Und das finde ich gut!

Warum ist das so?

Väter (oder ParterInnen) sind inzwischen nicht mehr Alleinversorger – oder wollen es zumindest nicht mehr sein. Das Gemeinschaftliche steht auch bei ihnen immer mehr im Fokus und gleichzeitig möchten viele Mütter nicht mehr „nur“ Mutter sein, sondern sich ebenfalls in anderen Bereichen verwirklichen. Das System der Generationen Silent, Boomer und X bröckelt. Wer heute Kinder in die Welt setzt oder selbst eines ist, möchte teilhaben an der Gesellschaft, etwas beitragen, die Welt verändern. Auf die eine oder andere Weise. Im Kleinen, im Großen. Und gleichzeitig wollen wir Zeit mit unserer Familie – nicht nur am Wochenende und zu besonderen Anlässen. Dies zu vereinen ist die Herausforderung unserer Zeit.

Prioritäten setzen – aber wie?

Um mehr Zeit für die Familie und gleichzeitig mehr Zeit für Selbstverwirklichung zu haben, bedarf es eigentlich einer Umstellung der Zeitrechnung. Oder der kompletten Abkehr von unserem bisherigen Lebensstil: weniger Arbeit um mehr Zeit zu haben – und dafür mit weniger Geld auskommen. Für manche ist das der richtige Weg. Manche haben aber gar nicht die Möglichkeit, sich flexibler aufzustellen.

Was braucht es?

Langfristig braucht es meiner Meinung nach einen Paradigmenwechsel im System. Weniger Arbeit und weniger Konsum – ja. Aber dennoch müssen wir leben, wohnen, essen. Das kostet Geld – und wird derzeit dank Inflation nur teurer. Zu der Prioritätenverschiebung in vielen Familien kommt, dass immer weniger Arbeit für immer mehr Erwerbstätige zur Verfügung steht. Innovationen sorgen dafür, dass viele Arbeitsplätze wegfallen, das Rentenalter steigt, die Menschen werden älter – es gibt schlicht und einfach nicht genug Arbeit für alle, mit steigender Tendenz.

Und was ist nun die Lösung?

Ich weiß es nicht. Aber ich weiß, dass ich nur dieses eine Leben habe und dass ich es so nutzen möchte, dass ich eines Tages gehen kann, ohne allzu viel zu bereuen – vor allem will ich nicht bereuen, Dinge nicht getan und Zeit nicht sinnvoll genutzt zu haben.

Eigentlich sollte es in diesem Text um Väter gehen. Darum, wie wichtig ParterInnen einerseits als Unterstützung für Mütter generell und andererseits als Unterstützung beim Stillen sind. Denn das sind sie: Dort, wo Väter ebenfalls vom Stillen überzeugt und darüber gut informiert sind, ist der Stillerfolg größer, es wird länger gestillt.

Irgendwo bin ich wohl abgedriftet.

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