#ZahldesMonats April: 3000

„Öko-Windeln“ sind für viele eine Alternative, die gern auf unnötige Dinge am Babypo verzichten möchten. Leider handelt es sich bei den Ökowindeln in den allermeisten Fällen einfach um Greenwashing 🌿- zwar wird oft auf unnötige Lotionen 🧴 verzichtet, Superabsorber und hautaustrocknende Plastikfasern sind leider trotzdem da. 🥺

Und das verrückteste: für die Einwegwindeln mit dem grünen Gewissen muss richtig tief in die Tasche gegriffen werden. 💶 Bei einer Wickelzeit von 3 Jahren geht es da tatsächlich über 3000 Euro, die über die Jahre ausgegeben werden. Angesichts der nur geringfügigen „Verbesserung“ gegenüber den konventionellen Windeln ein gehöriger Unterschied. Zum Vergleich: Drogeriewindeln liegen in der selben Zeit etwas über 💶 600 Euro – und dafür könnt ihr in der Stoffwindelwelt ebenfalls mehr kaufen, als ich braucht (System-und Markenabhängig)!

Mehr zu den verschiedenen Preisen findet ihr in meinen Beiträgen zu den Kosten von Einweg– und Stoffwindeln und im zugehörigen Guide auf Instagram 📱

Hättet ihr gedacht, dass Einwegwindeln so teuer sein können?

FAQ: die häufigsten Fragen beim Einstieg in die Stoffwindelwelt

Von so gut wie jeder Kundin und auch in den sozialen Medien werden einige grundlegende Dinge gefragt, die in der Beratung besprochen werden und sich teilweise aber erst in der Wickel-Praxis final beantworten lassen, da sich jedes Eltern-Kind-Paar natürlich auch unterscheidet. Trotzdem möchte ich die häufigsten Fragen hier einmal beantworten. Bitte seht meine Antworten als Möglichkeit und Anregung, nicht als fixe, endgültige und umfassende Fakten. Denn wie schon gesagt: Situationen sind individuell und die Problemlösung ist ein weites Feld für uns Beraterinnen.

Solltet ihr Probleme haben, dann scheut euch nicht, eine Beratung anzufragen. Oft stehen dem erfolgreichen Wickeln nur Kleinigkeiten im Weg, die das geschulte Auge einer Stoffwindelberaterin schnell ausmachen kann.

Aber nun los zu den Top 3 der Fragen an Stoffwindelberaterinnen:

Wie viele Windeln/Einlagen brauche ich?

Das kommt ein wenig auf dich und deine Situation an. Grob gesagt, mit Material für 20-25 mal Wickeln kommen die meisten gut klar.

Wie bekomme ich die Windel auslaufsicher?

Mit der richtigen Saugmaterialkombination (Booster unten, schnell saugende Stoffe am Po) und der richtigen Technik! Die Windel muss natürlich auch gut sitzen, darf nicht zu groß sein (das kommt häufig bei Neugeborenen vor). Mehr zur Technik hier – und in der persönlichen Beratung. Dort erfährst du auch, worauf du bei der Windelauswahl achten musst, damit sie am Ende gut sitzen.

Wie wasche ich die Windeln?

Bei 60 Grad, nur mit Vollwaschmittelpulver (wegen der Sauerstoffbleiche) und am besten mit einem extra Spülgang vorneweg. Wenn du mit dem Ergebnis nicht zufrieden bist, kannst du eine Vorwäsche ausprobieren. Falls Flecken nicht rausgehen: leg die Windeln in die Sonne zum Trocknen! Zum Waschen bekommst du in einer Stoffwindelberatungen noch mehr Infos und Fakten, die dir nicht nur beim Waschen, sondern auch bei der Problemanalyse helfen werden. Das Thema Waschen ist tatsächlich recht komplex, auch wenn man es gut auf die genannten Punkte herunterbrechen kann. Falls es zu Problemen kommt, die Windeln müffeln oder sonstiges: wende dich an eine Stoffwindelberaterin, die kann meist sehr schnell helfen.

Einen Überblick übers Waschen gebe ich ausserdem in diesem Beitrag.

Stoffwindeln für Anfänger #2: Waschen

Stoffwindeln waschen – wirklich so kompliziert? 

Nein, eigentlich gar nicht! Hier ein paar Tipps, wie es ganz unkompliziert läuft.

1. Windeleimer mit altem Kissenbezug: So kann man die dreckigen Windeln einfach inklusive Kissenbezug in die Waschmaschine werfen und verhindert, dass unterwegs was wegfällt oder ähnliches! 

2. Das richtige Programm wählen: 60 Grad, zusätzliches Spülen und Vorwäsche sind für langfristig frische Windeln Pflicht. Bei unserer Maschine heißt der zusätzliche Spülgang „Pet Hair Removal“ – klingt komisch, ist aber so. Im Zweifelsfall einfach mal die Bedienungsanleitung eurer Maschine im Internet suchen. 

3. Das richtige Waschmittel und die richtige Dosierung: Es sollte immer ein (enzymfreies) Vollwaschpulver verwendet werden – dieses hat einfach eine bessere Reinigungsleistung als Flüssiges oder auch Buntwaschmittel. Auch zu viel Waschmittel ist kontraproduktiv: wenn das Produkt nicht komplett vom Wasser aufgenommen werden kann, bleiben Reste zurück, die Bakterien magisch anziehen. 

4. Hartnäckige Flecken: Zusätzlich kann Sauerstoffbleiche (die in Vollwaschmittel auch in vorhanden ist) verwendet werden, wir haben dafür zum Beispiel Fleckensalz zuhause, um das Vollwaschmittel hin und wieder zu unterstützen. Und was immer hilft: feuchte Windeln in die Sonne zum Trocknen! 

Bei mir klappt es so seit gut 16 Monaten ohne muffelige Einlagen und auch die PUL-Überhosen halten das aus. Theoretisch reicht es für die aber auch, bei der normalen Kleidung bei 30 Grad mitgewaschen zu werden. Wer also Sorge hat, kann die Überhosen ruhig kälter waschen.

Und die Tipps zeigen: es braucht gar nicht viel und vor allem keine speziellen Produkte, um Stoffwindeln zu waschen!