Beratungssortiment: Ist mehr immer besser?

Bei der Auswahl meines Sortiments versuche ich, verschiedene Systeme, Materialien und Preissegmente abzudecken. Dabei ist mir auch sehr wichtig, es nicht zu übertreiben: einerseits weil ich selbst in meinem Leben inzwischen eher aussortiere als mehr zu kaufen und andererseits habe ich die Erfahrung gemacht, dass mehr einfach auch überfordern kann.

Selbst wenn ich nur eine relativ kleine Auswahl zu einer Außer-Haus-Beratung mitnehme, sind die Eltern meist erschlagen. Und um die Funktionsweise von Stoffwindeln zu erläutern, braucht es nun wirklich keine 30 verschiedene Exemplare. Denn das wichtigste ist immer: jede Windel besteht aus einem Nässeschutz und aus Saugmaterial. Wenn ich die Modelle gut auswähle, reichen mir 6 Windeln, um alle Modelle und wichtige Details zeigen zu können. Ich habe zwar doch mehr dabei, aber je öfter ich berate, desto später packe ich die zusätzlichen Windeln aus – sie verwirren anfangs mehr, als dass sie helfen.

Natürlich gibt es noch viel viel mehr, noch viele Möglichkeiten und Varianten – aber gerade wenn gar keine Vorkenntnisse da sind, reicht diese Auswahl – ich sage sowieso immer:

Es gibt (fast) ALLES! Jedes Detail in jeder Kombination und in jedem Material.

Das letzte, was ich meinen KundInnen aufbürden möchte, ist Überforderung. Schließlich ist „kompliziert“ Vorurteil Nr. 1! Und genau dort sehe ich meine Aufgabe als Beraterin: Das komplexe Thema Stoffwindeln soll so runter gebrochen werden, dass keine Berührungsängste mehr da sind.