Stoffwindeln aus der Drogerie: Babylove

125 Euro für 5 Überhosen und 35 Prefolds – das ergibt eine extrem günstige Basis. Es werden aber auf jeden Fall noch Booster nötig, wenn man die Wickelintervalle nicht super kurz gestalten möchte. Die Prefolds sind auch nicht die allersaugfähigsten. Höschenwindeln passen eher nicht in die ÜH, sie ist recht knapp geschnitten.

Das macht die Windel aus:

Ökotex Standard 100
von 3-15 KG, fällt aber kleiner aus als angegeben

doppelte Beinbündchen
hüftiger Schnitt
Baumwolle-Prefolds in verschiedenen Größen
, vergleichsweise dünn, unsaubere Verarbeitung

Insgesamt lässt sich sagen: Babylove bietet einen super günstigen Einstieg. Es gibt aber Potential für Frust was Saugleistung und Langlebigkeit angeht. Die Überhose hat eine Waschempfehlung für 40 Grad, was für manche schon ein Ausschlusskriterium ist.

Für jedes Kind einen neuen Satz Stoffwindeln zu kaufen ist zwar immer noch besser als Einwegwindeln zu nutzen (meiner Meinung nach) – geht aber ganz arg am Ziel der Nachhaltigkeit vorbei und verursacht letztlich doch wieder mehr Kosten als geplant.

Meine Meinung: Auf Dauer ist etwas mehr Geld auszugeben (oder gebraucht zu kaufen) wahrscheinlich doch die günstigere Wahl!

Hier seht ihr nochmal verschiedene Prefolds im Vergleich, von unten: Babylove, Popolini, Avo&Cado, Blümchen (S), Babylove. Auf dem Foto lässt sich auch die Verarbeitung an den Nähten nochmal gut erkennen, vor allem, wenn bekannt ist, dass die Blümchen (grüner Rand) schon häufig genutzt und gewaschen wurde, die Babylove-Prefolds aber nur eingewaschen sind.

Alles selbstgekauft.

Und hier noch ein Größenvergleich:

Einmal die Babylove zwischen OneSize Windeln (die sie ja selbst auch ist) und einmal zwischen Newborn-Windeln. Ich finde, optisch passt sie auf jeden Fall besser zwischen letztere!

Habt ihr die Babylove-Stoffwindeln schon entdeckt und vielleicht sogar getestet?

Klartext: Was kosten Einwegwindeln?

Oft heißt es, Stoffwindeln seien teuer in der Anschaffung. Aber was kosten eigentlich Wegwerfwindeln?

Hast du dir schon ausgerechnet, was dich Einwegwindeln kosten?

Es ist nämlich so: Stoffwindeln müssen nur einmal gekauft werden und können dann, abgesehen von Newborn-Windeln, meist die gesamte Wickelzeit genutzt werden. Je nach Kind sind das im Regelfall mindestens zwei, nicht selten drei Jahre. In der Anfangszeit werden Babys rund 11 mal am Tag gewickelt, mit der Zeit wird es etwas seltener.

Rechnen wir doch einfach mal: Bei günstigen Windeln der Drogerie-Eigenmarken landen wir immerhin bei etwa 600 Euro, die wir über drei Jahre Wickelzeit ausgegeben haben. Möchten wir den Marktführer nutzen, sind es bei 36 Monaten schon rund 1500 Euro. Ökowindeln kosten uns sogar etwa 3000 Euro! Und was bleibt? Ein Haufen Windelmüll, der erst nach ca. 450 Jahren zersetzt ist.

Was zeigt uns das? Selbst wenn wir günstig einkaufen, können wir uns von der ausgegebenen Summe zahlreiche Stoffwindeln kaufen. Die günstigsten Systeme liegen schon bei rund 200 Euro für ein Komplettset! Und diese Windeln können dann beispielsweise bei den Geschwistern weitergenutzt werden – oder über Kleinanzeigenmärkte im Internet verkauft werden.

An dieser Stelle kommt oft ein Argument, das bis vor einiger Zeit sogar noch großes Gewicht hatte: 200-600 Euro auf einen Schlag auszugeben, kann sich nicht jeder leisten. Aber selbst, wenn ihr euch die Stoffwindeln nicht zur Geburt schenken lassen könnt oder es anders löst, zahlreiche Shops bieten inzwischen Ratenzahl-Möglichkeiten, zum Beispiel über Paypal oder Klarna, an.

Ihr habt Lust bekommen, auch mit Stoff zu wickeln, wisst aber nicht, welches System das richtige für euch (und euren Geldbeutel?) ist? Ich berate euch gern individuell und gehe auf Wunsch auch tiefer auf finanzielle Aspekte ein.