Ist Einwaschen wirklich nötig?

Oft wird gesagt, Stoffwindeln bzw. die dazugehörigen Saugeinlagen müssen etwa 10 mal gewaschen werden, bevor sie ihre eigentliche Saugleistung erreichen.

Grundsätzlich ist es richtig, dass eine neue Windel nicht direkt super saugt – das liegt an der Verarbeitung und enthaltenen Ölen und betrifft vor allem Naturmaterialien wie Baumwolle, die vielmals für Prefolds verwendet wird.

Aber muss man wirklich 10 mal waschen, bevor man eine Windel nutzen kann?

Dazu ein ganz klares „Nein“. Warum? Es bringt viel mehr, neue Saugeinlagen oder Stoffwindeln über Nacht in Wasser „einzulegen“, als sie mehrfach zu waschen. So haben die Fasern nämlich viel mehr Zeit und mehr Wasser zur Verfügung, um sich so richtig gut vollzusaugen und aufzustellen. Der einfachste Weg ist es also, neue Windeln direkt eine Nacht in Wasser einzuweichen und dann einmal zu waschen (das sollte mit neuen Textilien ja sowieso passieren). So ist die Windel direkt startklar und sofort auch sehr saugfähig – von der ganzen Energie, die ansonsten unnötigerweise beim Waschen verwendet worden wäre, mal ganz abgesehen.

Das Leben mit Stoffwindeln kann so einfach sein – außer wir machen es uns schwer!

Mein Tipp: Mit einer erfahrenen Stoffwindelberatung haben Eltern eine feste Ansprechpartnerin auch nach der eigentlichen Beratung, die bei Problemchen mit Rat und Tat zur Seite steht. Man kann schließlich nicht alles wissen, dafür haben wir Beraterinnen eine Ausbildung gemacht, um Eltern zu unterstützen.

Stoffwindelberatung: Neues Angebot für Familien im Emsland

Um Eltern und Interessierten, die den Nachhaltigkeitsgedanken, aber auch die gesundheitlichen Vorteile und die ansehnliche Optik der Stoffwindel ansprechend finden, die Entscheidungsfähigkeit für das passende Windelsystem zu geben, bietet die Harenerin Mascha Abeln seit Juli 2020 Stoffwindelberatungen an.

Neben Einzel- und Paarberatungen sind in Zukunft auch Workshops und „Stoffwindelparties“ geplant. In allen Formaten können Kursteilnehmer/innen unterschiedliche Stoffwindelsysteme anfassen und ausprobieren, lernen die zahlreichen Materialien und Marken kennen und erfahren, welche Vorteile die Stoffwindel gegenüber der Einwegwindel neben ökologischen noch hat. Das Angebot richtet sich dabei nicht nur an Eltern und Angehörige, die Beratungen zum Beispiel zur Geburt verschenken, sondern bewusst auch an Vereine, Institutionen sowie Einrichtungen im Kinder- und Jugendbereich, bei denen Nachhaltigkeit und bewusster Konsum eine Rolle spielen. 

Warum Stoffwindelberatung?

Das besondere Plus bei Hinzunahme einer zertifizierten Beraterin ist, dass sie nicht nur alle Informationen zu Passform, Materialien, Lagerung und Waschen gebündelt parat hält, sondern auch als langfristige Ansprechpartnerin beim Wickeln begleitet: „Oft sind es Kleinigkeit wie die Nutzung von zu wenig oder ungeeignetem Waschmittel, die Eltern zum Verzweifeln bringen – da schaffe ich mit meinem geschulten Auge Abhilfe, ohne dass selbst nach dem Grund des Problems geforscht werden muss. Die Beantwortung von Fragen im Nachgang gehört für mich zur Beratung dazu.“, so die Stoffwindelberaterin.

BU: Etwa 90 Minuten dauert eine grundständige Stoffwindelberatung, bei der Interessierte von Mascha Abeln zahlreiches Anschauungsmaterial an die Hand bekommen.

Windelzuschuss: was tut die Politik für Familien?

#Stoffwindeln sparen Müll, soviel ist Fakt. Viele Kommunen unterstützen deshalb schon bei der Anschaffung mithilfe eines Zuschusses oder anderen Massnahmen.

Vor allem in Süddeutschland gibt es das schon häufiger, bei uns im #emsland und generell im Norden ist das Angebot noch ziemlich mau. Ich arbeite dafür, dass sich das ändert – Stoffwindeln mögen zwar mit höheren Erstkosten daherkommen, langfristig kann man aber sogar deutlich sparen – dazu ein andermal mehr. Mit einem Zuschuss können Kommunen Stoffwindeln für alle erschwinglich machen, denn klar ist auch: nicht jeder kann das, was er ansonsten über lange Zeit sowieso für Windeln ausgeben würde, auf einmal aufbringen.

Generell muss sich mehr tun in Sachen Familienpolitik, damit Eltern ihre Kinder so aufziehen können, wie sie es sich wünschen – je nach Familie auch ohne Fremdbetreuung ab dem 1. Geburtstag, weil viele von da an wieder arbeiten MÜSSEN, um ihre Wohnung zu bezahlen.

Was wünscht ihr euch an Veränderungen in der Politik?

Was willst du deinem Kind mitgeben?

Hast du dir selbst schonmal ganz bewusst überlegt, welche Werte dir wichtig sind? Was du deinem Kind mit auf den Weg geben willst? Und vielleicht sogar, wie?

Manches passiert ganz automatisch. Einfach, indem wir vorleben, weisen wir schon eine Richtung. Wenn wir uns über unsere Rolle als Vorbild Gedanken machen und reflektieren, fällt uns vielleicht auf, dass Manches, was wir tun, uns selbst gar nicht so gut gefällt – so wollen wir nicht gesehen werden und so wünschen wir uns kein Vorbild. Andererseits fällt uns so vielleicht auch auf, wie wir mit Kleinigkeiten grossen Einfluss nehmen können. Authentisch zu sein ist dabei immer die Hauptsache – unseren Kindern machen wir nichts vor. Sei also immer du selbst – auch, wenn du manchmal aneckst.