Neuer Workshop-Termin im Oktober

Am 29.10. ist Stoffwindelzeit!

In einem lockeren Workshop zeige ich euch die unterschiedlichen Systeme und Materialien, wir reden über Vorteile und Unterschiede zur Wegwerfwindel und ihr erfahrt alles, was ihr zum Thema Waschen und Lagern wissen müsst. (Spoiler: auskochen war vorgestern!) Auch die gesundheitlichen Aspekte des Wickelns lassen wir nicht außen vor. Am Ende gibt es Zeit für Fragen und wir können auf eure persönliche Situation eingehen. Alles unter dem Motto: Probieren geht über studieren!

Der Workshop richtet sich an alle Interessierten. Aus Platz- und Coronagründen ist eine Anmeldung unter emsbaby@web.de erforderlich.
AGB und Datenschutzbestimmungen findet ihr unter Emsbaby.com/Impressum

Der Workshop findet von 9:30 bis 11:30 Uhr in Haren-Emmeln statt. Alle weiteren nötigen Infos bekommt ihr per Mail nach eurer Anmeldung!

Ich freue mich auf euch!

P.S.: Babys sind natürlich willkommen.

Ist Einwaschen wirklich nötig?

Oft wird gesagt, Stoffwindeln bzw. die dazugehörigen Saugeinlagen müssen etwa 10 mal gewaschen werden, bevor sie ihre eigentliche Saugleistung erreichen.

Grundsätzlich ist es richtig, dass eine neue Windel nicht direkt super saugt – das liegt an der Verarbeitung und enthaltenen Ölen und betrifft vor allem Naturmaterialien wie Baumwolle, die vielmals für Prefolds verwendet wird.

Aber muss man wirklich 10 mal waschen, bevor man eine Windel nutzen kann?

Dazu ein ganz klares „Nein“. Warum? Es bringt viel mehr, neue Saugeinlagen oder Stoffwindeln über Nacht in Wasser „einzulegen“, als sie mehrfach zu waschen. So haben die Fasern nämlich viel mehr Zeit und mehr Wasser zur Verfügung, um sich so richtig gut vollzusaugen und aufzustellen. Der einfachste Weg ist es also, neue Windeln direkt eine Nacht in Wasser einzuweichen und dann einmal zu waschen (das sollte mit neuen Textilien ja sowieso passieren). So ist die Windel direkt startklar und sofort auch sehr saugfähig – von der ganzen Energie, die ansonsten unnötigerweise beim Waschen verwendet worden wäre, mal ganz abgesehen.

Das Leben mit Stoffwindeln kann so einfach sein – außer wir machen es uns schwer!

Mein Tipp: Mit einer erfahrenen Stoffwindelberatung haben Eltern eine feste Ansprechpartnerin auch nach der eigentlichen Beratung, die bei Problemchen mit Rat und Tat zur Seite steht. Man kann schließlich nicht alles wissen, dafür haben wir Beraterinnen eine Ausbildung gemacht, um Eltern zu unterstützen.

Stoffwindelberatung: Neues Angebot für Familien im Emsland

Um Eltern und Interessierten, die den Nachhaltigkeitsgedanken, aber auch die gesundheitlichen Vorteile und die ansehnliche Optik der Stoffwindel ansprechend finden, die Entscheidungsfähigkeit für das passende Windelsystem zu geben, bietet die Harenerin Mascha Abeln seit Juli 2020 Stoffwindelberatungen an.

Neben Einzel- und Paarberatungen sind in Zukunft auch Workshops und „Stoffwindelparties“ geplant. In allen Formaten können Kursteilnehmer/innen unterschiedliche Stoffwindelsysteme anfassen und ausprobieren, lernen die zahlreichen Materialien und Marken kennen und erfahren, welche Vorteile die Stoffwindel gegenüber der Einwegwindel neben ökologischen noch hat. Das Angebot richtet sich dabei nicht nur an Eltern und Angehörige, die Beratungen zum Beispiel zur Geburt verschenken, sondern bewusst auch an Vereine, Institutionen sowie Einrichtungen im Kinder- und Jugendbereich, bei denen Nachhaltigkeit und bewusster Konsum eine Rolle spielen. 

Warum Stoffwindelberatung?

Das besondere Plus bei Hinzunahme einer zertifizierten Beraterin ist, dass sie nicht nur alle Informationen zu Passform, Materialien, Lagerung und Waschen gebündelt parat hält, sondern auch als langfristige Ansprechpartnerin beim Wickeln begleitet: „Oft sind es Kleinigkeit wie die Nutzung von zu wenig oder ungeeignetem Waschmittel, die Eltern zum Verzweifeln bringen – da schaffe ich mit meinem geschulten Auge Abhilfe, ohne dass selbst nach dem Grund des Problems geforscht werden muss. Die Beantwortung von Fragen im Nachgang gehört für mich zur Beratung dazu.“, so die Stoffwindelberaterin.

BU: Etwa 90 Minuten dauert eine grundständige Stoffwindelberatung, bei der Interessierte von Mascha Abeln zahlreiches Anschauungsmaterial an die Hand bekommen.

Wie viele Windel(Einlagen) brauche ich?

Das kommt drauf an! 😜

Auf…

📌das genutzte System

📌das Waschintervall

📌die Lagerungsmöglichkeiten

📌die Waschroutine

📌das Wetter

📌den Babypo

📌…

Ihr seht: es ist individuell.

Grundsätzlich wird meist zum Start empfohlen, etwa 25 „Windeln“ bzw Einlagen zu haben – aber auch da tun sich schon wieder fragen auf: mit 25 AiO komme ich nicht weit, wenn ich alle 25 in die Wäsche werfe und dann darauf warte, dass sie sauber und trocken 🌞werden. Das Waschintervall🛁 und die Trockendauer sind darum wichtige Faktoren. Genau wie die anderen genannten.

Wenn ihr euch beraten lasst, stehe ich auch im Anschluss für Fragen zur Verfügung – bei einer Beratung in der Schwangerschaft zum Beispiel steht man schließlich noch nicht vor konkreten Wasch- und Lagerungsfragen. 🤗

#stoffwindelberatung #Stoffwindeln #emsland #ostfriesland #baby2020 #baby2021

Windelzuschuss: was tut die Politik für Familien?

#Stoffwindeln sparen Müll, soviel ist Fakt. Viele Kommunen unterstützen deshalb schon bei der Anschaffung mithilfe eines Zuschusses oder anderen Massnahmen.

Vor allem in Süddeutschland gibt es das schon häufiger, bei uns im #emsland und generell im Norden ist das Angebot noch ziemlich mau. Ich arbeite dafür, dass sich das ändert – Stoffwindeln mögen zwar mit höheren Erstkosten daherkommen, langfristig kann man aber sogar deutlich sparen – dazu ein andermal mehr. Mit einem Zuschuss können Kommunen Stoffwindeln für alle erschwinglich machen, denn klar ist auch: nicht jeder kann das, was er ansonsten über lange Zeit sowieso für Windeln ausgeben würde, auf einmal aufbringen.

Generell muss sich mehr tun in Sachen Familienpolitik, damit Eltern ihre Kinder so aufziehen können, wie sie es sich wünschen – je nach Familie auch ohne Fremdbetreuung ab dem 1. Geburtstag, weil viele von da an wieder arbeiten MÜSSEN, um ihre Wohnung zu bezahlen.

Was wünscht ihr euch an Veränderungen in der Politik?

Was willst du deinem Kind mitgeben?

Hast du dir selbst schonmal ganz bewusst überlegt, welche Werte dir wichtig sind? Was du deinem Kind mit auf den Weg geben willst? Und vielleicht sogar, wie?

Manches passiert ganz automatisch. Einfach, indem wir vorleben, weisen wir schon eine Richtung. Wenn wir uns über unsere Rolle als Vorbild Gedanken machen und reflektieren, fällt uns vielleicht auf, dass Manches, was wir tun, uns selbst gar nicht so gut gefällt – so wollen wir nicht gesehen werden und so wünschen wir uns kein Vorbild. Andererseits fällt uns so vielleicht auch auf, wie wir mit Kleinigkeiten grossen Einfluss nehmen können. Authentisch zu sein ist dabei immer die Hauptsache – unseren Kindern machen wir nichts vor. Sei also immer du selbst – auch, wenn du manchmal aneckst.

Stoffwindeln für Anfänger #3: Gründe für Stoffwindeln

Umwelt:

Wegwerfwindeln verweilen mehrere Jahrhunderte auf diesem Planeten. Und danach sind sie noch immer nicht weg, sondern existieren als Mikroplastikpartikel weiter.

Gesundheit:

immer wieder kommt es vor, dass Stoffe in Plastikwindeln gefunden werden, die nicht an die Haut unserer Kinder gehört. Allein der Geruch vieler Wegwerfwindeln sollte uns zu denken geben.

Wertschätzung:

indem wir uns mit dem Thema beschäftigen und Windeln nicht mehr als Wegwerfware betrachten, geben wir dem ganzen eine völlig neue Bedeutung, schätzen, was wir nutzen, wert und nehmen uns Zeit für das Waschen, aber auch das Wickeln an sich. Hiervon profitieren auch unsere Wickelkinder.

Vorbildfunktion:

die genannten Gründe präsent zu machen und uns im Alltag für Dinge einzusetzen, macht uns zu Vorbildern für unsere Kinder.

Windelpopo:

der Stoffwindelpo ist ein Argument für sich!

Stoffwindeln für Anfänger #2: Waschen

Stoffwindeln waschen – wirklich so kompliziert? 

Nein, eigentlich gar nicht! Hier ein paar Tipps, wie es ganz unkompliziert läuft.

1. Windeleimer mit altem Kissenbezug: So kann man die dreckigen Windeln einfach inklusive Kissenbezug in die Waschmaschine werfen und verhindert, dass unterwegs was wegfällt oder ähnliches! 

2. Das richtige Programm wählen: 60 Grad, zusätzliches Spülen und Vorwäsche sind für langfristig frische Windeln Pflicht. Bei unserer Maschine heißt der zusätzliche Spülgang „Pet Hair Removal“ – klingt komisch, ist aber so. Im Zweifelsfall einfach mal die Bedienungsanleitung eurer Maschine im Internet suchen. 

3. Das richtige Waschmittel und die richtige Dosierung: Es sollte immer ein (enzymfreies) Vollwaschpulver verwendet werden – dieses hat einfach eine bessere Reinigungsleistung als Flüssiges oder auch Buntwaschmittel. Auch zu viel Waschmittel ist kontraproduktiv: wenn das Produkt nicht komplett vom Wasser aufgenommen werden kann, bleiben Reste zurück, die Bakterien magisch anziehen. 

4. Hartnäckige Flecken: Zusätzlich kann Sauerstoffbleiche (die in Vollwaschmittel auch in vorhanden ist) verwendet werden, wir haben dafür zum Beispiel Fleckensalz zuhause, um das Vollwaschmittel hin und wieder zu unterstützen. Und was immer hilft: feuchte Windeln in die Sonne zum Trocknen! 

Bei mir klappt es so seit gut 16 Monaten ohne muffelige Einlagen und auch die PUL-Überhosen halten das aus. Theoretisch reicht es für die aber auch, bei der normalen Kleidung bei 30 Grad mitgewaschen zu werden. Wer also Sorge hat, kann die Überhosen ruhig kälter waschen.

Und die Tipps zeigen: es braucht gar nicht viel und vor allem keine speziellen Produkte, um Stoffwindeln zu waschen!

Bin ich reif für’s Home Office?

Egal ob Freiberufler, selbstständiger Unternehmer oder auch Angesteller – das Prinzip „Home Office“ ist aktuell – dank „Coronakrise“ verbreiteter denn je. Kein Wunder, verspricht es doch eine große Freiheit, Flexibilität und viele Möglichkeiten. Aber welche Argumente gibt es tatsächlich dafür und dagegen – unabhängig von der nötigen Isolation, die zur Zeit ein ausschlaggebender Faktor ist – und für wen ist das Home Office die richtige Wahl?

Von zuhause arbeiten – Pro & Kontra

Ganz klar: Wer Kinder, Haustiere oder hilfebedürftige Verwandte zuhause hat (oder nervige Kollegen im Büro…), der möchte gern da sein. In der Vorstellung kann das verlockend sein, aber ob die Praxis noch genauso aussieht? Kann man sich konzentrieren, wenn die Kinder ständig rufen? Ist es vielleicht mehr Stress als Entlastung, das Büro nach Hause zu verlegen?

Auch wenn keine privaten Verpflichtungen warten, kann die eigene Wohnung als Arbeitsumfeld für Ablenkung sorgen. Gedanken wie „Eigentlich wollte ich noch Wischen…“ und „Wir brauchen ja noch Brötchen für’s Abendessen!“ können die Aufmerksamkeit von der eigentlich vorgenommenen Tätigkeit am Schreibtisch oder Computer ablenken und ergeben am Ende wieder nur eines: Stress, weil die versäumte Arbeit nachgeholt werden will. Zudem stellt sich die Frage nach dem Feierabend. Wann ist Schluss und fühlt man sich vielleicht schlecht, weil man mehr hätte schaffen können?

Zum Home Office gehört neben einer gesunden Portion Selbstdisziplin daher wahrscheinlich vor allem eine innere Ruhe und Geduld, die es ermöglicht, von den Alltagsproblemen abzuschalten und sich auf die Arbeit zu konzentrieren. Dafür ist es wichtig, dass die Arbeit Spaß macht – nicht jede Mensch-Job Kombination ist also geeignet.

Home Office – die universelle Lösung für Jedermann?

Nein, ganz sicher nicht. Viele brauchen das gemeinschaftliche Büro, um effektiv zu sein und genießen den Austausch mit Kollegen. Aber genauso gibt es Menschen, die es lieber ruhig, ja vielleicht sogar gemütlich haben und daher zuhause produktiver sind. Vor allem auf hochsensible Menschen trifft das häufig zu, denn jede zwischenmenschliche Negativität kann sie ausbremsen und vor allem langfristig das Arbeitsklima und das eigene Wohlbefinden stören. Und, wie bereits erwähnt, muss auch die Kombination passen: Kann ich mich zu gerade dieser Arbeit auch zuhause motivieren oder benötige ich vielleicht die Strukturen, die der Arbeitsplatz in der Firma mir vorgibt?

Wir sehen: Eine einzige, alle Fälle umfassende Antwort gibt es – wie so oft – nicht.

Solltest du in die Verlegenheit kommen, es dir aussuchen zu dürfen, so stell dir folgende Fragen:

  • Kann ich mich allein motivieren, die gestellten Aufgaben zu bearbeiten?
  • Wer oder was könnte mich ablenken und wie gehe ich im Zweifelsfall damit um?
  • Wo genau möchte ich arbeiten und habe ich dort alles, was ich brauche?
  • Wie funktioniert der Austausch mit Vorgesetzten, Kollegen, Kunden?
  • Wäre meine Entscheidung endgültig oder umkehrbar?

Wenn du dir diese Fragen ehrlich beantwortest, hast du eine individuelle Antwort auf die Frage, ob das Home Office für dich die richtige Wahl ist.

Die momentane Situation ist eine tolle Möglichkeit, es einfach mal auszuprobieren!