Petition: Stoffwindelzuschuss für‘s Emsland!

Die Gebühren für die Müllentsorgung im Emsland werden 2022 verändert und vor allem für Familien mit Kindern, die durch Windelmüll mehr produzieren als andere, höher ausfallen. Die Politik hat sich nun eine Regelung überlegt, die Familien mit mehreren Kindern, die mit Einwegwindeln gewickelt werden, finanziell entlasten soll.

Wir finden: Es ist gut, Familien zu entlasten. Windel-Müll stellt aber ein Problem dar was Entsorgungskosten und Umwelt angeht, denn er ist feucht und dadurch nur mit viel Aufwand verbrennbar. Am Ende bleibt Schlacke übrig, die nicht weiter verarbeitet werden kann und gelagert werden muss. Die Abfallhierarchie sagt ganz klar: Müllvermeidung ist das oberste Ziel! Wir sollten und dürfen den anfallenden Windelmüll nicht ignorieren.

Familien, die von sich aus auf Windelmüll verzichten, indem sie Stoffwindeln nutzen, sollten ebenfalls eine Entlastung erfahren – beispielsweise durch einen Stoffwindelzuschuss, wie ihn jetzt auch Münster beschlossen hat. Auf diese Weise können auch andere Familien angeregt werden, sich mit dem Thema zu beschäftigen und steigen vielleicht auf die nachhaltigere, gesündere und langfristig deutlich günstigere Alternative um, die heute nicht mehr viel mehr mit den Stoffwindeln von „damals“ gemein hat. Niemand möchte Einwegwindeln verbieten – doch den modernen Stoffwindeln sollte eine Chance gegeben werden, denn sie sind eine echte Alternative. Selbst Eltern, die ansonsten nichts mit grünen Themen am Hut haben, sind schnell überzeugt, wenn sie merken, dass Stoffwindeln der Babyhaut, der körperlichen Entwicklung und sogar der Eltern-Kind-Bindung gut tun.

Hier gehts zur Petition!

Wofür ein Stoffwindelzuschuss im Emsland?

Es gibt viele gute Gründe für Stoffwindeln. Neben der recht offensichtlichen Umwelt-Thematik (Einwegwindeln verursachen eine Menge nicht recyclebaren Müll) kommen auch Gesundheit, Optik und zu guter letzt die Finanzen dazu. Denn: Stoffwindeln sind tatsächlich über den Wickelzeitraum günstiger. Besonders sticht dieser Vorteil hervor, wenn Stoffwindeln beim zweiten und dritten Kind weitergenutzt oder einfach weiterverkauft werden. Stoffwindeln funktionieren nämlich auch Second Hand und haben einen hohen Wiederverkaufswert!

Stoffwindeln sind günstiger – also warum ein Zuschuss?

Der Stoffwindelzuschuss kommt bei einem der wenigen Nachteile von Stoffwindeln zum Tragen: sie kosten erstmal mehr Geld, dann es ist eine recht große Anfangsinvestition nötig, um mit dem nachhaltigen Wickeln zu starten. Nicht nur die Windeln selbst kosten Geld, auch eine Beratung zum Thema Stoffwindeln ist eine sinnvolle Investition. Diese relativ hohen Kosten am Anfang können abschrecken und grade für Familien, die sparsam leben, ist das ein Grund, lieber nach und nach das Geld für Einwegwindeln für ihre Babys auszugeben. Bei jedem einzelnen Einkauf ist das nicht allzu viel, doch es summiert sich und übersteigt so schnell die Kosten von Stoffwindeln, die nur einmal angeschafft werden müssten und dann von mehreren Kindern getragen werden könnten.

Damit der Zugang zu Stoffwindeln für alle Familien möglich ist, gibt es schon in vielen Kommunen in Deutschland einen Stoffwindelzuschuss. Städte, Gemeinden oder Landkreise tragen so einen Teil zur Teilhabe und Chancengleichheit bei und sorgen gleichzeitig aktiv für die Vermeidung von Müll. Denn auch das ist ein wichtiger Faktor: In der Abfallhierarchie, den Regeln, nach denen Abfallwirtschaftsbetriebe arbeiten, steht ganz oben geschrieben, dass Müll vermieden werden muss. Mit Stoffwindeln passiert genau das: Die eine bis 1,5 Tonnen Windelmüll, die jedes Baby verursacht, fallen einfach nicht an.

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